Drei Tage, drei Winde: Herbstsegeln mit der X-41 zwischen Kiel, Langeland und Fehmarn

Freitagmorgen, 11.15 Uhr, Leinen los in Kiel. Es ist noch empfindlich kalt, aber der Wind meint es gut mit uns: Sonne, Wolken und ein sanfter Wind aus achterlicher Richtung. Mit anfänglich drei bis vier Knoten ziehen wir gemütlich Richtung Dänemark. Am Abend dreht der Wind noch einmal auf. Mit bis zu neun Knoten rauschen wir im goldenen Abendlicht an der Küste von Langeland entlang. Um 18.30 Uhr liegen wir fest in Spodsbjerg, pünktlich zum Sundowner! Wo im Sommer Boot an Boot in den Boxen liegt, haben wir den halben Steg für uns.

Der Hafen ist im Herbst herrlich leer, nur eine Handvoll Segler ist noch da. Am Samstagmorgen bringen die Angelboote Leben in die Bude: Sie werden beladen und tuckern hinaus, während wir noch den milderen Morgen genießen. Um 11.45 Uhr legen wir ab, mit Groß und großer Fock. Dazu gibt es Sonne und ein Spätsommerwetter, das wir Ende September nicht mehr erwartet hätten. Der Nordwestwind schläft im Laufe des Tages ein, um 17.45 Uhr kommen die Segel runter. Um 19.45 Uhr machen wir in Orth auf Fehmarn fest, direkt vorne am Hafenkontor.

Für den Rückweg am Sonntag hatte der Wind noch etwas in petto. Bei Südost 5, in Böen 6, gehen wir mit kleiner Fock und doppelt gerefftem Groß auf die Reise. Später wird ein Reff ausgeschüttelt. Es wird eine echte Rauschefahrt bei Sonne und warmen Temperaturen, nur die Welle baut sich nach und nach auf. Um 17.15 Uhr sind wir in Kiel-Schilksee, und zum Abschluss gibt es noch ein Manöver: rückwärts in die Box, bei Seitenwind, mit Leinenhilfe. Es hat geklappt. Ein würdiges Finale für einen Törn, der alles bot, was Herbstsegeln so besonders macht.