• Image
  • Image
  • Image

kalimera – mit diesen Worten wurden Hanna und ich von unserem Taxifahrer in Griechenland begrüßt. Er brachte uns zu unserem Hotel, wo wir um 17:00 das erste Treffen mit dem U17 Team hatten.

Die Trainingswoche über hatten wir für Segler traumhafte Bedingungen; um die 15Kn Wind, Sonne und warmes Wasser! Jede Welle die man ins Gesicht bekam war warm und nicht eiskalt wie man es aus Hamburg oder Warnemünde kennt. Wir wurden trainiert von Marlene Steinherr die letztes Jahr im 470er bei Olympia war. Im Hafen fand zu allererst immer ein Trimm Check statt. Anschließend haben wir auf dem Wasser im U17 Team Revieranalyse gemacht und nachmittags wurden Wettfahrten mit allen deutschen Teams durchgeführt. Abends fand vor dem kalten Essen eine ausführliche Besprechung über das Revier und unsere Fahrtechnik statt. Am Layday war natürlich bestes Wetter. Kein Regen und auch keine Wolken. Früh am Morgen machten wir uns gemeinsam (mit dem U17 Team) auf den Weg zur Akropolis. Dort bekamen wir eine exklusive Führung von unserer Trainerin die einen Reiseführer dabei hatte. Sehr spannend und beeindruckend. Nach dem Museum ging es in die Stadt, wo wir durch die netten Gassen schlenderten und Eis aßen.

Der nächste Tag brachte viel Hektik mit sich. Die Vermessung stand bevor; Mast raus, alle Tampen und Gummis abbauen und natürlich auch das Schwert ausbauen. Anschließend stand Warten bei 35 Grad+ auf der Liste. Als man endlich dran war, musste man alles gleichzeitig meistern; Segel vermessen, Ruder und Schwert vermessen, Mast vermessen, Spibaum und Baum vermessen und zu allerletzt auch noch das Boot wiegen. Hierbei mussten wir erst die Gewichte aus dem Boot rausschrauben. Nach erneutem Wiegen mussten wir aber wieder 150gr Gewicht reinschrauben; nun passte das Gewicht von insgesamt 80kg. Auch bei der Vermessung der Nationsflagge im Segel mussten wir nachbessern. Nach circa 30 Minuten musste man wieder raus in die Hitze und wieder alles anbauen, damit es für den nächsten Tag fertig zum Practice Race war. Eine echte Herausforderung, mit dem Zusammenbauen! Aber auch das schafften wir, sodass wir ganz beruhigt ins Bett gehen konnten. Das Practice Race am nächsten Tag wurden jedoch direkt nach dem Start abgebrochen, da der Wind endgültig einschlief. Abends war die Eröffnung; alle Deutschen schön ordentlich im weißen Polo-Shirt. Jedoch war dies bei 7 Deutschen nach kurzer Zeit nicht mehr weiß. Denn 7 Deutsche entschieden kurzer Hand nicht um das Wasserbecken zu laufen, sondern rein zu springen. Anschließend wurden ein paar Reden gehalten und nachdem die EM offiziell eröffnet wurde, gab es ein riesiges Buffet mit griechischen Köstlichkeiten an dem sich alle Segler reichlich bedienten, damit sie für den folgenden Tag (1. Regattatag) fit waren. Es waren, wie an den meisten anderen Tagen auch, leichte und drehige Winde. Pro Tag wurden immer 2 Rennen gefahren, sodass zum Schluss 12 Rennen gewertet wurden. Es gab 2 Bahnen; wir hatten in der U17 Wertung unsere eigenen Starts.

Die ersten beiden Tage war wenig Wind; wir waren im Feld von 45 Booten mit Plätzen im Mittelfeld nicht ganz zufrieden. Am dritten Tag gingen Hanna und ich super motiviert aufs Wasser da endlich „unsere“ Bedingungen herrschten: bei um die 20 Knoten Wind konnten wir einen 10. und einen 9. Platz fahren. Am 4. bis 6.. Tag war wieder wenig und stark drehender Wind; wir konnten wieder keine konstante Serie hinlegen. Jedoch konnten wir im letzten Rennen einen sensationellen ersten Platz ersegeln. Dadurch kamen wir superglücklich vom Wasser. Wir waren am Ende Gesamt 18. Im  U17-Feld  5. Mädelsteam und 2. deutsches Team.

Insgesamt war es für Hanna und mich eine super Erfahrung; wir haben unter anderem mit griechischen Freunden in einem echten Athener Griechen abends gegessen und auch bei den Briten und Amerikanern viele nette Segler kennen gelernt. Das italienische 420er Team hat die Regatta dominiert, die Spanier und die Griechen konnten ebenfalls Podestplätze ersegeln. Für die anderen deutschen Teams wie auch uns lief es nicht ganz so gut. Wir hatten viel Spaß und hätten das alles nicht erleben können wenn wir nicht Unterstützung von TPH Waterproofing systems, Naves, dem MSC, Musto, dem Hamburger Sportbund, Hans-Herbert Hofmann, Andy Benedict als begeisterter 420er Vater und natürlich unseren Eltern gehabt hätten.

Marla Bergmann und Hanna Wille

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Teile diesen Beitrag!